Keep Out! – Zoobesuch in Schwarzweiß

Ich war vorgestern mal wieder im Zoo und habe Türen fotografiert. Ja, wirklich wahr! Nicht nur was Tiere, sondern auch was Requisiten und Ambiente betrifft, macht der Zoo Hannover meiner Meinung nach ordentlich was her und ist fotografisch durchaus nicht uninteressant.

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Aber wenn ich ehrlich sein soll, war ich natürlich nicht wegen der Türen im Zoo. Sie mal an, wer hätte das gedacht… Vor kurzem sind die Pinguine in ihr neues Zuhause in der Yukon Bay gezogen, wo sie Steinchen zum gegenseitigen Beschenken und ein neues Becken zum Schwimmen gebaut bekommen haben. Neben dem ‚Sammeln‘ von für Fotomontagen geeigneten Tiermotiven war mein großes Ziel, ein paar Pinguine von unten beim Schwimmen zu fotografieren. Ich habe auf ein paar neue, dynamische Aufnahmen gehofft. Der Himmel war leicht bedeckt und das Wetter eher, nennen wir es mal angenehm. Im Zoo war demzufolge nicht die Hölle los und die fototechnischen Bedingungen perfekt. Leider hatten die Jungs und Mädels aber keine Lust auf Schwimmen und waren nur während der Fütterung im Wasser, die ich mir nicht aus dem tiefer gelegenen Beobachtungsraum, sondern vom Gehegerand aus angesehen habe.

Und nun? Ist das die Geschichte vom Jungen der auszog um Pinguine zu fotografieren und mit Bildern von Türen nach Hause kam? Nein, es ist die Story von dem, der mit einer bestimmten Bildidee auszog und mit neuen Erkenntnissen zurück kehrte. Mein Bildgeschmack scheint sich aktuell ständig zu wandeln. Zu bemerken ist auf jeden Fall eine Tendez zum quadratischen Bildschnitt, der auf mich irgendwie dokumentarisch wirkt. Ich kann nicht wirklich beschreiben woran das liegt. Möglicherweise weil viele Dokumentaraufnahmen aus annähernd quadratisch abbildenden Großformatkameras kommen? Zusammen mit z.T. kontrastreichem Schwarzweiß oder gar deutlichem Korn scheinen viele Bilder irgendwie ‚gereifter‘ daher zu kommen. Reines Bauchgefühl meinerseits aktuell.
Das scheint im übrigen gerade aber auch generell ein sehr verbreiterter Trend zu sein, der immer weiter um sich greift. Foto-Apps wie Instagram bieten auf alt getrimmte Effekte standardmäßig an und erfreuen sich aktuell riesiger Beliebtheit. Und den Spruch „Mach’s doch in schwarzweiß, dann ist’s Kunst.“, hat man ja auch schon des ein oder andere mal gehört. Ich habe das jetzt einfach mal einen Tag durchgezogen und alle Zoobilder in schwarzweiß bearbeitet. Na ja, fast zumindest…

Und was ist nun mit dem der auszog und …? Na ja, die Pinguinbilder sind nicht so geworden, wie ich sie mir erhofft hatte. Dafür habe ich zum ersten Mal Bilder von den Löwen gemacht.

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Sieht nach Löwenfamilie aus, auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass es fünf mal der selbe Löwe ist – die Einzelportraits aus der Collage sind übrigens in der Rubrik Galerie / Fauna zu finden.

Was habe ich davor über schwarzweiß und einen quadratischen Schnitt gesagt?

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Schlachttag

Slaughter Day

So sind se … die Vegetarier. Und morgen dann in der BILD:

Verbot der Käfighaltung von Gemüse

Irres Kaninchen meuchelte wehrlose Mohrrüben

Werbung: Dr. Hasenzahn schärft auch Ihre Hackebeilchen

Einen lieben Gruß an alle die wenig Fleisch essen und natürlich an alle Kaninchenbesitzer 😉

Hier die Entstehung im Schnelldurchlauf – ganz, ganz schnell sozusagen. Perspektivkorrekturen der einzelnen ‚Bauteile‘, Positionsveränderungen etc. habe ich jetzt mal weg gelassen. Das wäre dann wohl eher was für ein Video.

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