Hier gehört ein Titel hin!

Genauso wie hier Inhalt hinein gehört. Zwar habe ich mich im letzten Monat mit einer sehr speziellen Bildserie auseinandergesetzt und konsequent wäre es, dazu ein MakingOff zu schreiben … ne, aber irgendwie nicht jetzt.
Wieder ist ein Jahr rum und mancher mag im Angesicht dessen laut in Jubel ausbrechen – ob dies nun aus Freude am Feiern oder aus Freude darüber, 2011 endlich hinter sich lassen zu können, passiert, ist jedem freigestellt. Ich habe mir dieses Silvester einfach mal gar nichts gedacht 😉
Nichtsdestotrotz ist der Jahreswechsel Anlass für einen Rückblick. Was ist im letzten Jahr eigentlich passiert?

Zunächst wollte ich diesen Zeitpunkt nutzen und die Bilder zeigen, die mir 2011 viel bedeuteten. Ich hätte zu jedem Bild etwas berichten können, die verschiedenen Aspekte betrachtet, warum gerade dieses Bild für mich persönlich und natürlich auch aus fotografischer Sicht ein Highlight, einen Schritt nach vorne darstellt etc.. Wollte ich dann doch nicht. Einfach, weil ich ungern Bilder mehrfach zeigen möchte. Eine neue Idee musste also her.
Da in meiner Galerie eine Sektion für Streetphotography bisher fehlt, wäre eine Option gewesen, Bilder von der „Straße“ hier zu zeigen, die ich im Laufe des vergangenen Jahres gemacht habe. Die entsprechenden Fotos wurden also in Photoshop geladen, verkleinert und abgespeichert und was soll ich sagen? Irgenwie langweilen sie mich – ja, das gebe ich ganz offen zu. Ist halt so!

Also habe ich weiter das Archiv bisher unsortierter Bilder durchforstet und bin dabei auf ein paar Bilder gestoßen, die mich irgendwie festgehalten haben. Es sind keine großartigen Bilder in diesem Sinne aber ich habe sie eine ganze Weile betrachtet, bis mir das warumbewusst wurde. 2011 hat mir sehr deutlich gezeigt, dass man etwas gründlich aus verschiedenen Perspektiven betrachten sollte – wenn möglich sogar auf gänzlich unterschiedliche Arten. Dies kann zur Folge haben, dass Objekte und Situationen sich scheinbar verändern – die Bildaussage kann differieren. Und es ist gut, dass sie das kann. Ausgezeichnet sogar, ansonsten hätten wir uns an den meisten Motiven langsam satt gesehen.

wald3

Macht man einen Waldspaziergang, dann knipst man früher oder später auch mal solche einfachen Dinge. Es sind die Details, das, was – neben dem Geruch und den vielen Geräuschen – die Atmosphäre liefert. Kleinigkeiten, die ihren Teil zum Ganzen beitragen. Unglaublich wichtig, denn ohne sie gäbe es kein Ganzes. Aber meistens reden wir doch vom Ganzen; dem Wald an sich.

wald1

Und was, wenn ich nun feststelle, dass nichts davon den Wald so zeigt, wie er ist? „DAS hier ist der Wald!“, behaupte ich und alle machen große Augen und ich höre nur ein undefiniertes „Häääh?“

wald2

Wir sehen drei komplett unterschiedliche Arten sich mit dem Motiv Wald auseinanderzusetzen. Keine ist falsch, keine ist richtig – zumal es das in der Fotografie wohl eh nicht gibt. Die Bilder unterscheiden sich in ihrer Art jedoch extrem. Was letztendlich wirklich zählt ist doch aber eigentlich nur, dass wir uns am Ende einig sind. Wir sehen einen Wald! Irgendwie…

In diesem Sinne, frohes Neues…