Fotowettbewerb Studentenbuden

Das Studentenwerk Braunschweig veranstaltete bis zum 31. Mai einen Fotowettbewerb zum Thema Studentenbuden. Bis zu fünf Bilder können eingereicht werden und das habe ich auch ausgiebig genutzt. Während ich vier Bilder quasi sofort eingeschickt habe, habe ich mir den letzten Upload noch offen gelassen. Quasi als Notreserve, um nicht Gefahr zu laufen, kurz vor Einsendeschluss das Bild zu machen und es dann nicht mehr einreichen zu können.

Nun würde ich natürlich nie behaupten, das perfekte Bild geschossen zu haben. Aber ich hatte eine konkrete Idee, die es umzusetzen galt. Dieser Artikel soll demonstrieren, wie das ganze dann über die Bühne lief.

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Meine Idee war, ein Zimmer zu zeigen, dass typische ‚Studenten-Merkmale‘ aufweist. Dazu gehören Lehrbücher, Poster, das Fahrrad aus Platzmangel im Zimmer zu haben, Bier und natürlich der Fernseher.
Das einzige Zimmer, dass ich für das Shooting nutzen konnte, war unser WG-Wohnzimmer, das also nun erst einmal umgeräumt werden musste, um Platz für den Aufbau zu schaffen.

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Um möglichst viel auf das Bild zu bekommen, wurde ein Weitwinkel-Zoom mit dem Brennweitenbereich 12-24mm eingesetzt. Da bei 12mm Brennweite bereits eine deutliche Verzerrung am Bildrand zu erkennen gewesen wäre, entschloss ich mich für 14mm und positionierte das Stativ mit der Kamera so weit an der gegenüberliegenden Wand, wie es das dort stehende Sofa zuließ. Wie man auf dem Bild erkennt, ist der Sessel leider zu tief, um komplett auf das Bild zu passen und zudem ist der Bidlaufbau nicht optimal (man beachte bspw. die Drittel-Regel). Um stürzende Linien zu vermeiden, durfte die Kamera nicht nach oben oder unten geschwenkt werden. Also musste zunächst einmal die Höhe korrigiert werden.

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Die Drittel-Regel ist zwar auch hier nicht genau eingehalten, dennoch wirkt der Bildaufbau schon einmal wesentlich harmonischer – mal ganz davon abgesehen, das der Sessel nun auch auf das Bild passt. Er wurde zudem gedreht, um nicht ganz so tief in den Raum hineinzuragen. Konsequenz dieser Aktion ist leider, dass die Lavalampe nicht mehr komplett auf das Bild passt und vom oberen Bildrand abgeschnitten wurde. Eine Verkleinerung der Brennweite war es mir nach einem weiteren Testfoto aber dennoch nicht wert. Wie man sieht, sind hier nun auch schon Bücher mit eingebaut worden und neben dem Sessel platziert. Schließlich soll dies den Ort darstellen, an denen der Student seinem Studium nachgeht (es braucht ja nicht immer ein schnöder Schreibtisch sein, wenn man nur lesen muss).

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Wie man sieht, sind hier ein paar weitere Objekte hinzugekommen. Das Bier steht auf den Büchern und stellt somit einmal gleich klar, wo die Prioritäten liegen. Man hätte die Flaschen als Gimmick im Bild verstecken können, z. B. leicht schräg hinter dem Sessel, in diesem Fall war mir eine direkte Botschaft jedoch lieber. Dass meine Pizza gerade fertig geworden war, war ein glücklicher Zufall und beinahe hätte ich sie komplett aufgegessen. Zum Glück war ich dann doch so weit gesättigt, dass mein Hirn wieder ansprang und ich erkannte, dass die Pizza als typische Studentennahrung unbedingt mit auf das Bild gehörte.
Der Fikus erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Er fällt das Bild, verdeckt Kabel, Raumecke und Heizungsrohre und bringt zudem etwas Lebendiges mit auf das Bild. Ich würde außerdem behaupten, dass wie die Pizza und das Bier, ein Fikus irgendwie typisch ist. Der Modebaum für’s Wohnzimmer sozusagen; und dass nun schon soweit ich denken kann.

Das Ergebnis wurde nun anschließend im RAW-Konverter bearbeitet. Unter anderem wurden Tiefen aufgehellt (um dem Sessel zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen), Kontraste lokal erhöht (die Maserung des Laminats erhält so wesentlich mehr Struktur und wirkt nicht nur interessanter, sondern hebt sich auch besser von der Wand ab) und die Farbsättigung wurde deutlich verringert um einen cooleren Look zu erhalten. Anschließend wurde in Photoshop der Türrahmen samt Kabelage entfernt, da er nicht einfach nur stört, sondern auch ganz klar ablenkt und zudem saublöd aussieht.

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